nph Kinderhilfe Lateinamerika

Weil er nichts zu essen hat, stiehlt der minderjährige Gustavo 1954 Geld aus einer Kirche. Der mexikanische Waisenjunge wird gefasst und kommt ins Gefängnis. Doch Gustavo hat Glück: Padre William Wasson, ein Priester aus den USA, der bereits eine Suppenküche für arme Kinder betreibt, bietet dem Richter an, das Kind bei sich aufzunehmen.

„Wenn man die Welt verändern will, muss man bei den Kindern anfangen“ so Padre Wasson. In kurzer Zeit kommen immer mehr verlassene Kinder zu ihm. Noch im gleichen Jahr gründet er den Verein Nuestros Pequeños Hermanos – „Unsere kleinen Schwestern und Brüder“, der verwaisten und schutzlosen Kindern ein neues Zuhause gibt.

Nach der Eröffnung des ersten Spendenbüros in den USA werden auch in anderen Ländern Büros gegründet, unter anderem 1984 in Deutschland, zunächst unter dem Namen „Unsere kleinen Brüder und Schwestern“. Dank der Spenden vor allem aus Nordamerika und Europa entstehen nach und nach in weiteren lateinamerikanischen Ländern Kinderdörfer und Schutzhäuser.

Heute, 72 Jahre später, leben über 1.500 Kinder in insgesamt acht lateinamerikanischen Ländern und in Haiti in Kinderdörfern und anderen nph-Einrichtungen. Um benachteiligten Kindern und Jugendlichen aus dem Kreislauf von Armut und Gewalt zu helfen, ermöglicht nph ihnen Schulbildung, leistet medizinische Versorgung und Nothilfe, stärkt Familien und unterstützt Kinder mit Behinderung. Denn jedes Kind hat ein Recht auf Zukunft.

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