Die Deutsche Herzstiftung setzt sich mit Hilfe von Spenden und Nachlässen für Menschen mit Herzerkrankungen ein.

Deutsche Herzstiftung e.V.

Ende der 1970er Jahre herrscht in der Bundesrepublik ein Mangel an herzchirurgischen Abteilungen in den Kliniken. „Wir mussten deshalb die Patienten für Herzoperationen nach London schicken. Hier waren die Wartezeiten zu lang, was für die Patienten oft den Tod zur Folge hatte“, erinnert sich der Kardiologe Prof. Thomas Meinertz. Um mehr Menschenleben zu retten, gründet 1979 eine Gruppe von Kardiologen und Unterstützern in Heidelberg die Deutsche Herzstiftung e.V. und folgt damit den bereits bestehenden Vorbildern etwa in Großbritannien, den Niederlanden und den USA: eine Patientenorganisation, die sich für die Verbesserung der Versorgung einsetzt, die Forschung fördert, aber auch der Aufklärung dient. Ein wichtiges Instrument sind die „Patientenseminare“, die die Herzstiftung schon bald einführt. Tausende Interessierte strömen zu den Veranstaltungen, auf denen Herzspezialisten informieren und Fragen beantworten. Einmal jährlich finden zudem die Herzwochen statt, mit wichtigen Informationen über ein herzmedizinisches Thema. Zugleich setzt sich die Herzstiftung, die mittlerweile auf fast 110.000 Mitglieder angewachsen ist, auch auf politischer Ebene für die Belange der Betroffenen ein. Der jährliche „Deutsche Herzbericht“ etwa liefert wichtige Daten für gesundheitspolitische Entscheidungen und Forschung. Er zeigt, welche enormen Erfolge es in der Versorgung seit 1979 gibt – und was bei der hierzulande tödlichsten Krankheit noch getan werden muss.

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