Vielleicht ist es eine gute Idee, sich noch einmal einen Klassiker der Weltliteratur vorzunehmen und Krieg und Frieden von Leo Tolstoi zu lesen. Der Roman beschreibt den siegreichen „Vaterländischen Krieg“ Russlands gegen Napoleon als das, was er war: Chaos, Schrecken und Tod. Und er zeigt, welche Auswirkungen der Krieg auf das Leben der Menschen auch fern der Front hat.
Tolstoi hat als Offizier selbst den Krieg erlebt, erst im Kauskasus, dann auf der Krim. Seine Erfahrungen machten ihn zum entschiedenen Gegner von Kriegsideologie und Gewalt. Krieg und Frieden ist vor mehr als 150 Jahren erschienen. Doch die Menschheit scheint leider immer noch nicht klüger geworden zu sein. Im Gegenteil, die bewaffneten Konflikte nehmen weltweit zu. Was also tun? Wie umgehen mit Sorgen und Ängsten?
In dieser Ausgabe sprechen wir mit dem SPD-Außenpolitiker Ralf Stegner über die „Verteidigung westlicher Werte“ und seine Ideen, wie „Frieden zu schaffen“ sei. Und wir riskieren ein Experiment: Wir lassen den überzeugten Pazifisten Albert Einstein, den verdienten Friedensnobelpreisträger Willy Brandt, den alle Gewalt ablehnenden Mahatma Gandhi und den stolzen Sieger Winston Churchill in einem fiktiven Streitgespräch über Krieg und Frieden aufeinandertreffen.
Aber nicht nur den globalen Blick suchen wir, sondern schauen auch auf das Eigene: Wie man auch im eigenen Umfeld Frieden schaffen kann, was etwa eine Mediation bringen kann und welche Vorkehrungen wir treffen sollten, um am Lebensende in Frieden gehen zu können.
Wir wünschen eine anregende Lektüre!
Susanne Anger
Sprecherin der Initiative "Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum"